Arbeitskreis Umwelt und Natur Sengenthal

Amphibienrettung

KröteSeit seinem Bestehen führt der Arbeitskreis im Frühjahr an verschiedenen Stellen im Gemeindebereich Amphibienrettungsaktionen mit Auffangzäunen durch:

  • Ganslweiher
  • Weichselstein
  • Sengenthal im Anger

Dabei bildet mit dem höchsten Aufkommen der Ganslweiher bei Reichertshofen den Schwerpunkt. Hier wurden durch das Aufstellen von Auffangzäunen in früheren Zeiten über tausend Tiere gerettet. Nicht zuletzt durch die Renaturisierungsmaßnahmen der Lach im Bereich gegenüber dem Ganslweiher durch die Gemeinde Sengenthal im Jahr 2012 hat sich die Zahl zwischenzeitlich auf etwa 350 stabil eingestellt.

Leider zeigen die Zahlen über den gesamten Aktionszeitraum gesehen aber auch einen deutlichen Rückgang der Art, eine Erscheinung wie sie im Landkreis allgemein beobachtet wird. Umso mehr sollte man sich künftig nicht nur um die Rettung, sondern auch um den Erhalt der Lebensräume kümmern.

Größtenteils aufgefangen werden Erdkröten, aber auch einige Grasfrösche und Teichmolche sind dabei (die beiden letzteren stehen ja bekanntlich unter Schutz).

In den Bereichen Weichselstein und Sengenthal im Anger gehen die Zahlen gegen Null, sodaß z.B. dort 2016 keine Auffangzäune mehr aufgestellt wurden.

Aktuell:

2017

Zahl der registrierten Amphibien:

  • Erdkröten: 306
  • Grasfrösche: 10
  • Teichmolche: 15

Aktionen:

Die 4. Klasse am GanslweiherAm 03.04. besucht die 4. Klasse der Grundschule Sengenthal den Leitzaun am Ganslweiher. Diese tolle Aktion, bei der alle Beteiligten viel Freude zeigten, soll künftig jedes Jahr stattfinden.

2016

Entwicklung der Krötenwanderung 1996–2000 und 2010–2016 am Ganslweiher

Zwischen 2001 und 2009 liegen leider keine Zahlen vor. Am gedachten Verlauf der Kurve könnten sich die Zahlen kontinuierlich verringert haben. Die Referenzzahlen aus Unterrohrenstadt, die der BN 2015 veröffentlicht hat, zeigen allerdings einen starken Rückgang zwischen 2009 und 2010.

Am Ganslweiher muß allerdings die Schaffung der alternativen Laichgewässer in unmittelbarer Nähe zum Leitzaun berücksichtigt werden. Möglicherweise haben diese bereits einen Einfluß auf die Zahlen. Sie werden zumindest als Laichgewässer angenommen. Die dort laichenden Amphibien sollten allerdings anzahlmäßig noch keinen wesentlichen Einfluß auf die Zahlen vom Ganslweiher haben, sodass hier tatsächlich ein Nachlassen der Population zu befürchten ist.

Entwicklung der Krötenwanderung am Ganslweiher

Neuer Leitzaun

Aufbauteam neuer LeitzaunDer in die Jahre gekommene Fangzaun wurde durch einen neuen ersetzt. Dies war dank der großzügigen Spenden der Firmen Holzammer und Eco sowie einem Zuschuss der Gemeinde möglich.