Arbeitskreis Umwelt und Natur Sengenthal

Das Biotop am Fuße des Buchbergs

Biotop am Fuße des BuchbergsAn der Übergangszone vom Eisensandstein zum Opalinuston entspringen rund um den Buchberg Quellen, die früher auch für die Wasserversorgung von Buchberg und Reichertshofen genutzt wurden. Oberhalb von Reichertshofen wurde bereits in früherer Zeit (wann und zu welchem Zweck ist nicht bekannt) in diesem Quellbereich zwei Dämme aufgeschüttet, um das Wasser zurückzustauen.

Dieses Grundstück mit einer Fläche von 1,3 ha gehört der Gemeinde und kann aufgrund seiner hohen Wertigkeit für Flora und Fauna als wertvolles Biotop bezeichnet werden. Insgesamt umfasst dieses Biotop folgende Bereiche: Einen kleinen Teich, der jedes Jahr mit etwa 25 Karpfen besetzt wird, die im Herbst beim schon traditionellen Karpfenessen verspeist werden. Außerdem einen Tümpel, der im Hochsommer austrocknet, aber ein wertvolles Laichgewässer für Amphibien darstellt und einem Waldbereich mit alten Eichen, einem Erlenbruchwald und einer Wildwiese.

Nachdem vom CSU-Ortsverband 1988 der obere Damm wieder instandgesetzt und der Tümpel von Unrat befreit worden war, hat unser Mitglied Max Schmidt 1996 mit seiner Familie die Pflege dieses Areals übernommen. Die Pflege dieses Grundstücks hat folgende Zielsetzung:

  • Erhalt des Teiches als offene Wasserfläche mit einem Schilfgürtel
  • Erhalt des Erlenbruchwaldes in den versumpften Bereichen
  • Schutz und Erhalt des Tümpels für Amphibien
  • Förderung der natürlich auf der Fläche vorkommenden Baumarten Eiche, Rot- und Hainbuche, Eberesche, Kirsche, Weide und Traubenkirsche
  • Belassen von Totholz als Lebensgrundlage für Pilze, Bakterien und Insekten
  • Einbringen von Eiben
  • Freihalten der Wege

Zusammen mit den angrenzenden Privatwaldflächen und Streuobstbeständen stellt dieser Bereich am südlichen Fuße des Buchbergs ein einmaliges Ensemble dar. Es lädt zu Spaziergängen und zum Verweilen in der Natur ein und ist von Reichertshofen in 5–10 Minuten zu erreichen.

Aktuell

2017

Als Projekt des Arbeitskreises wurde in dem Biotop der Baumlehrpfad „Keltischer Baumwanderweg“ errichtet.