Arbeitskreis Umwelt und Natur Sengenthal

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Über uns

Der Arbeitskreis ist keine politische oder politisch orientierte Organisation, und greift, da auch viele Entscheidungen im Bereich Umwelt und Natur politisch motiviert sind, in politische Entscheidungsprozesse nicht ein. Er ist vielmehr eine Gemeinschaft naturinteressierter und engagierter Gemeindebürger, die sich dem Schutz und dem Erhalt der Umwelt und der Natur in unserem Gemeindebereich seit nunmehr über 20 Jahre verschrieben haben.

Was ist Umwelt- und Naturschutz?

Der Bereich Umwelt und Natur ist weit gefasst: Alles was wir mit unseren Sinnen erfassen gehört dazu.

Die Umwelt kann man definieren als das, was der Mensch geschaffen hat, während die Natur das Ergebnis einer seit Jahrmillionen anwährenden Entwicklung ist. So fallen unter Umweltschutz alle Maßnahmen, die zum Ziel die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen aller Lebewesen in einem funktionierenden Naturhaushalt haben. Alle „menschgemachten“ Beeinträchtigungen oder Schäden müssen im Sinne des Umweltschutzes möglichst vermieden oder beseitigt werden.

Ziel des Naturschutzes ist es, Natur und Landschaft aufgrund ihres Wertes und als Lebensgrundlage des Menschen zu erhalten (§1 des Bundesnaturschutzgesetzes). Naturschutz ist somit öffentliche Aufgabe. Übernutzung und Zerstörung von Natur und Landschaft haben in der Regel dramatische Folgen für den Siedlungsstandort, die Gesundheit der Menschen und die Nahrungsmittelerzeugung. Deshalb sollten in unserem eigenen Interesse der Wiederherstellung, dem Erhalt und der langfristigen und nachhaltigen Nutzbarkeit des Naturhaushaltes größte Bedeutung beigemessen werden.

Auch wenn die Schutzgüter und Ziele die gleichen sind, gibt es zuweilen Unterschiede in der Argumentation zwischen Umweltschutz und Naturschutz. Naturschutz begreift sich gegen Eingriffe in die Natur, während sich der Umweltschutz mehr für den schonenden Eingriff in die Natur einsetzt (z. B. alternative Stromerzeugung) oder deren Schädigung durch menschgemachte (anthropogene) Emissionen (z. B. von Klimagasen) vermeiden will.

Die Anforderungen des Umwelt- und Naturschutzes sind global und politisch motiviert (z. B. Maßnahmen zum Klimaschutz). Dennoch können auch wir als einzelne Personen einen Beitrag dazu leisten, besonders dann, wenn wir uns einer Gruppe gleichgesinnter anschließen. In solchen Gruppen findet in der Regel ein Wissens- und Erfahrungsaustausch statt, den jeder einzelne für seinen persönlichen Einsatz im Umwelt- und Naturschutz einsetzen kann.

Was kann ich/können wir zum Umwelt- und Naturschutz beitragen?

Der „persönliche Umweltschutz“ besteht darin, Ressourcen zu schonen (Energieeinsparung) und Emissionen (Abgase) so weit wie möglich zu vermeiden. Der „persönliche Naturschutz“ umfasst die Schaffung und Erhaltung von Lebensräumen für Pflanzen und Tiere, da deren natürliches Umfeld mehr und mehr der Bebauung, Monokulturen und der landwirtschaftlichen Nutzung zum Opfer fällt. Hier kann z. B. mit der Vernetzung naturgerecht gestalteter Gärten entgegengewirkt werden.

Besonders die bestäubenden Insekten finden im Sommer, nachdem die Wiesen abgemäht sind kaum noch nektarspendende Blüten vor. Auch der Einsatz von Insektiziden reduziert das Nahrungsangebot der nützlichen Insektenfresser (z. B. Vögel, Igel, Fledermäuse), sodass durch diesen Eingriff in die Nahrungskette auch deren Bestand schwindet.

So erklärt sich auch der Rückgang der Artenvielfalt, die laut WWF zwischen 1970 und 2010 weltweit um 52 % zurückgegangen ist. Das ganze offenbart sich als schleichender Prozess, der in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird. Bis er nicht mehr umkehrbar ist …

Vielleicht sind wir die letzte Generation, die hier noch wirksam eingreifen kann. Schließlich ist das auch eine entscheidende Existenzfrage für zukünftige Generationen.

Wir brauchen die Natur, was umgekehrt eher nicht der Fall ist!